Der Einsatz von Videoclips in der Mitarbeiterschulung war das Thema am Anlass von rissip und der Klubschule Migros Luzern

Videoclips in der Weiterbildung

Der Einsatz von Videoclips in der Weiterbildung ist einfach geworden. Mit jedem Smartphone kann man ein Video aufnehmen. Mit jedem Computer kann man einen Videoclip vom Bildschirminhalt erstellen.

Videoclips in der Weiterbildung war das Thema des Anlasses vom 17. September in Luzern, an welchem rissip zusammen mit der Klubschule Migros Luzern Schulungs-Expertinnen und -Experten aus der Wirtschaft aufzeigten, wie Smartphones genutzt werden können, um effektive Resultate in der betrieblichen Ausbildung zu erreichen. Dem Anlass entsprechend begrüsste der Leiter der Werkstatt Zukunft der Klubschule Migros Luzern, Armin Riebli, die Teilnehmenden per Handy-Videobotschaft.
Der Anlass stand unter dem Titel „Handywood statt Hollywood“, eine Anspielung darauf, dass es dank der technischen Entwicklung auch für KMU und Institutionen möglich geworden ist, ohne grossen Aufwand, attraktive Schulungselemente mit Videos zu erstellen.
Mit etwas Kreativität können einfachste Hilfsmittel die Qualität der Handyaufnahmen verbessern.Noemi Sugaya, Motion Designerin und Kursleiterin der Klubschule, startete mit Grundlagen und Tipps und Tricks zur Videoerstellung mit dem Handy. Das reichte von Anleitungen zur Stabilisierung der Handykamera über den Einsatz der Beine anstelle des Zooms bis zu Grundlagen der Cadrage und der Beleuchtung. Komplex, aber durchaus machbar, wenn man sich an ein paar Regeln hält, so die Quintessenz dieser Einleitung in das Thema.

Statements in der Weiterbildung

Markus Schärli Experte für Unternehmenskommunikation - Geschäftsleiter von rissip, spricht über Video StatementsKurze Interviews und Statements eignen sich besonders gut, um mit beschränktem Aufwand die Meinung von Expertinnen und Experten rund um die Uhr, dann wenn diese gebraucht wird, nutzbar zu machen. Wichtig sei, so der Spezialist von rissip, dass sowohl dem Setting der Aufnahme als auch der Betreuung der Person, welche das Statement abgibt, die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt würde. Das geht von der Nutzung des Raums bis zu Anleitungen, wie man es schafft, dass die interviewte Person authentisch und überzeugend wirkt.
Statements sind auch ein gutes Mittel, um Emotionen einzufangen und damit Schulungsinhalte überzeugend zu vermitteln, weil bei Lernenden Betroffenheit und damit Lernmotivation ausgelöst werden kann.

Fotos und Grafiken als Videoclip

Heinz Siegenthaler, E-Learning Experte rissip erklärt, wie Videos aus Fotos gemacht werden.Eine weitere Möglichkeit, Handys für die Videoerstellung einzusetzen besteht darin, aus Fotos und Grafiken, welche mit dem Handy erstellten wurden, animierte Bildschirmaufnahmen (sogenannte Screenrecordings) zu erstellen.
Dieses Vorgehen erleichtert die Aufgabe sehr, da es für die meisten einfacher ist, Foto- anstatt Videoaufnahmen zu erstellen.  Der E-Learning Experte von rissip, Heinz Siegenthaler, demonstrierte verschiedene Umsetzungs-Möglichkeiten. Zum Abschluss seiner Ausführungen zeigte er auf, welche wichtigen Schritte vorzunehmen sind, um einen Clip in einen Online-Kurs einzubauen. Zentral ist unter anderem die Optimierung des Videoformats, eine Aktion, die in der Regel von den entsprechenden Werkzeugen durch eine Auswahl von Voreinstellungen erleichtert wird.

Videoclips aus der Luft

Lars Misch von rissip erklärt wie eine Drohne funktioniert.Neue Möglichkeiten ergeben sich für Ausbildungsverantwortliche auch durch die Drohnentechnologie. Bereits sind günstige Drohnen auf dem Markt, welche mit dem Handy gesteuert werden können und die Nutzung von Luft – Videoaufnahmen in der Weiterbildung möglich machen. Dies ermögliche, so der Geschäftsleiter von rissip,  einen ungewohnten Perspektivenwechsel, der einen didaktischen Mehrwert bieten kann. Die Experten von rissip zeigten auf, dass auch bei dieser Form der Clip-Erstellung ein Drehbuch von zentraler Bedeutung ist. Zudem ist die Steuerung recht anspruchsvoll, weil es mit der Kamera und der Drohne zwei Dinge gleichzeitig zu kontrollieren gilt.

Virtuelle Realität mit der 3D-Brille

Neu auf dem Markt sind auch 3D-Brillen, welche mit einem Smartphone bestückt werden können. Sind diese mit der entsprechenden Applikation ausgerüstet, können damit 3D-Videoclips angeschaut werden, welche ein völlig neues Lernerlebnis vermitteln. Realitätsnahe Erfahrung im GaslaborAllerdings werden diese zurzeit vor allem in der Spieleindustrie eingesetzt. Es ist aber anzunehmen, dass diese in kurzer Zeit auch in der Lernindustrie eine wichtigere Rolle spielen werden. Sebastian Tobler, Geschäftsleiter Ateo, der diesen Aspekt präsentierte, hat denn auch seine Wurzeln im Game Design. Er zeigte auf, wie sich durch die realitätsnahe Erfahrung in virtuellen Räumen ein grosser Lerneffekt bei den Mitarbeitenden einstellen kann.

Für eine Beratung zum Thema Videoclips in der Weiterbildung für die eigene Firma, können die Experten von rissip und der Klubschule Migros angefragt werden.

Diesen Beitrag teilen

Markus Schärli
Autor
Markus Schärli
Über:
Experte für didaktische Unternehmenskommunikation. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Journalist (Zeitung, Radio, Fernsehen) als auch als Managing Director einer internationalen Firma in der Unternehmenskommunikation und Gründer des E-Learning Spezialisten rissip. Er ist Dozent für Unternehmenskommunikation an der Hochschule Luzern und Co-Autor des E-Books: „Personal erfolgreich und effizient schulen".
Mehr Beiträge von: Markus Schärli